Mit einem herzlichen “Guten Morgen, lieber Verfassungsschutz” melden wir uns aus dem Weihnachtsurlaub zurück. Obwohl ein Bundespolitiker auf unseren Hinweis hin die Schlapphüte über das Hasspredigertreffen zu Weihnachten informiert hatte, fand es am Wochenende statt. SOS Österreich berichtete. über das Treffen an einem geheim gehaltenen Ort.
Wir konnten jetzt den tatsächlichen Veranstaltungsort des offiziell abgesagten “Seminars” herausfinden: Am 24. Dezember wurde dieses Video auf Youtube veröffentlicht, daß uns weiterhilft: Institut Wonder, Kreitnergasse 4-6, 1160 Wien:
http://www.youtube.com/v/z0pRHJXBkH0?fs=1&hl=de_DE
Für den Fall, daß dieses Video auf Youtube gelöscht werden sollte, haben wir es auf einem eigenen Server gesichert:
diewahrereligionde_-_Islam_Seminar_in_Wien_Adresse
Und natürlich weiß wieder einmal keiner etwas. Am Kalender des an der gleichen Adresse beheimateten Vereins “Wonder” ist nichts darüber zu finden, ebenso auf der rein türkischsprachigen Seite des ebenfalls dort beheimateten IHBZ. Es ist kaum anzunehmen, daß die Hassprediger einfach die Schlüssel entwendet haben und ohne Zustimmung des Vereins Wonder die Räumlichkeiten benutzt haben.
Das wird umso klarer, je genauer man sich diesen Verein ansieht. Schon im Jahre 2008 war der Verein, der Verbindungen zu Milli Görüs unterhält, Gegenstand wilder Spekulationen. Hier eine Presseaussendung der Ottakringer FPÖ vom 10.11.2008:
Wien, 10-11-2008 (fpd) - Ein nun bekannt gewordener Spendenskandal des radikal-islamischen Vereins "Wonder" mit Sitz in Ottakring tue sich im 16. Wiener Gemeindebezirk auf und gebe Anlass zu berechtigter Sorge. Nicht nur die freiheitliche Bezirksgruppe sehe in diesem Verein eine Gefahr für die Allgemeinheit, sondern auch laizistisch orientierte türkische Einwanderer fänden Grund zur Kritik gegenüber Österreich. Ein derart radikaler Verein wie "Wonder", der zudem ein Ableger des von der AKP-Regierung geförderten Verbands "Önder" sei, dürfe von Seiten Österreichs keinerlei Unterstützung oder gar Subventionierung erhalten, so die Bezirksobfrau der FPÖ Ottakring, NRAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.Vereine wie "Wonder" würden nach außen gemäßigt auftreten, doch es gebe Querverbindungen zu radikalen Gruppierungen wie Milli Görus, warnen Experten. Zudem sei "Wonder" heuer ins Fadenkreuz von der Ermittlungen der deutschen Justiz zu einem riesigen Spendenskandal geraten. Das Landgericht Frankfurt stellte Mitte September in einem Urteil gegen mehrere türkischstämmige Funktionäre eines Hilfsvereins namens "Deniz Feneri" fest, dass von den unter Gastarbeitern in Deutschland gesammelten 40 Millionen Euro mindestens 16 Millionen zweckentfremdet wurden. Laut deutscher Staatsanwaltschaft seien von dem inzwischen insolventen Verein auch mindestens 1,5 Millionen Euro an die Wiener "Wonder"-Zentrale geflossen. Die Vereinszentrale von "Wonder" befinde sich in einem vierstöckigen Gebäude, in dem unter anderem auch Korankurse stattfinden. Der Homepage von "Wonder" könne entnommen werden, dass ein 6000 Quadratmeter großes Veranstaltungszentrum geplant sei sowie weitere Koranschulen und Studentenheime, so Belakowitsch-Jenewein.Auf Grund dadurch resultierender Zweifel stellt die FPÖ-Ottakring folgende Anfrage in der Bezirksvertretung:- Hat der Bezirk diesen Verein "Wonder" jemals Subventionen zukommen lassen? - Wenn ja, wann und in welcher Höhe? - Sollen in Zukunft Bezirksmittel direkt oder indirekt an diesen Verein oder über andere Vereine Subventionen an Koranschulen oder islamische Studentenheime fließen? - Wenn ja, wann und in welcher Höhe? - Wird das auf der Homepage angekündigte 6000 Quadratmeter große - Veranstaltungszentrum in Ottakring errichtet werden? - Wenn ja, wo und wann? - Werden die auf der Homepage des Vereines in Aussicht gestellten weiteren Koranschulen und Studentenheime ganz oder zum Teil in Ottakring errichtet werden? - Wenn ja, wo und wann? (Schluss) hnRückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen Pressestelle Tel.: (01) 4000 / 81 798
Leider wissen wir noch nicht, wie diese Anfrage der Ottakringer Freiheitlichen beantwortet wurde. Wir werden Sie jedoch diesbezüglich auf dem laufenden halten.
Was wir jedoch wissen, ist die Tatsache, daß Anas Schakfeh auch hier wieder beste Kontakte besitzt. Seine IGGIÖ verlinkt auf der Seite “Wir sind die Islamische Glaubensgemeinschaft” zum Verein Wonder.
Wir wissen weiters, daß es sich beim Verein oder Institut Wonder nicht um irgendeine Institution handelt. In Ottakring werden gezielt Lücken des österreichischen Universitätsgesetzes genützt, um strenggläubige Muslime, die selbst in Erdogans AKP-regierter Türkei nicht universitätskompatibel erscheinen, zum Studieren nach Österreich zu holen. Dies berichtete der in diesen Dingen ansonsten so blauäugige Standard erst vor 2 Monaten:
Ein Spezialfall ist dabei die Organisation “WONDER”, laut Homepage ein “Verein zur Unterstützung von internationalen Studenten und Studienaktivitäten”, die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 1.000 vor allem religiös orientierte Türken – insbesondere Frauen mit Kopftuch – nach Österreich gebracht hat und hier auch Studentenheime, getrennt für Männer und Frauen, betreibt.
Aber “Wonder” setzt sich nicht nur in universitären Angelegenheiten für Türken ein. Auch im im Subventionssumpf der österreichischen Sozialindustrie ist der Verein schon bestens verwurzelt. So berichtet der Verein WienXtra (Vorsitzender: SPÖ-Landtagsabgeordneter Jürgen Wutzlhofer) stolz auf seiner Homepage über ein mit EU-Förderungen (in diesem Fall lt. Förderrichtlinien bis zu 70% der Reisekosten!) bedachtes Projekt:
Meeting different cultures by communication and activities
Ende Mai 2009 trafen sich 20 junge Menschen aus Bulgarien, Ungarn, Türkei und Österreich in Wien, um einander kennen zu lernen. Mit verschiedenen Workshops und Aktivitäten wurde das Ziel verfolgt, den interkulturellen Dialog, Toleranz und Offenheit zu fördern. Die Idee für dieses Projekt wurde von einem jungen, engagierten Team aus dem Verein Wonder geboren, die schließlich auch als perfekte Gastgeber fungierten.
Starker Tobak. EU-Förderungen für einen Verein, der Hasspredigern eine Heimat bietet.
Dieser Fall muß, ganz egal wieviel Sauereien noch auftauchen werden, ein politisches Nachspiel haben.
Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten und mit unseren bescheidenen Mitteln versuchen, mehr Licht in diese Angelegenheit zu bringen.